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Erlebnisbericht

Küstenwüste Pachacútec

Die Schule ist aus dem Holz geschenkter Autotransportkisten gebaut. Lediglich ein Fundament aus Beton sowie ihre fröhlich-bunte Bemalung heben diese Schule aus der Masse aller anderen “Unterkünfte” hervor, die sich in ihrem grau-braun von der Wüste kaum abheben.

Als ich das erstemal die Schule besuchte, war es wieder einer der zahlreichen tristen Tage, der die ganze Küstenregion um Lima in einen dichten, tiefstehenden Nebel hüllt. Von Mai bis Oktober ist “Südwinter”, mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 90% (Asthma- und Tuberkuloseerkrankungen sind an der Tagesordnung, oft fehlen Kinder im Unterricht während der kalten Jahreszeit), und an Weihnachten sind Hitzeferien.

Die Siedlung ist mitten in die Wüstenhänge hineingebaut. Es ist ein schmutzig-brauner, schwerer Sand, der die Grundlage für alle Häuser und Strassen bildet. Die Wege sind gesäumt von einfachen Bretterbuden, die teilweise aus alten Transportpaletten oder Bastgeflecht bestehen. Zumeist dient eine blaue Plastikfolie als Dach. Es regnet an der Küste Perus ohnehin nur durchschnittlich 20 Minuten pro Jahr!

Doch die Menschen finden ihren Weg. Es finden sich an der “Hauptstrasse” Läden und Werkstätten aller Art, vom Fischhändler bis zum “Chifa”, einem chinesischen “Restaurant”. Wenn ich die Wörter “Hauptstrasse” und “Restaurant” verwende, passen die Begriffe meiner westlichen Welt nicht zu meinen Erinnerungen an Pachacútec. Ein Foto muss hier Wortversuchen Abhilfe leisten.

Manuela kennt “Hinz und Kunz” in Pachacútec und die Leute sind ihr (sowie allen anderen Unterstützern) ehrlich dankbar. Ich bin als Übermittler einer Spende meiner Arbeitskollegen nach Pachacútec gereist. Manuela hat keine Gelegenheit versäumt, über die Spende zu berichten und mich vorzustellen. Aus diesem Grund kam es auch zu spontanen Dankesbezeugungen mir gegenüber (s. Foto unten), die ich gerne an meine freundlichen Kollegen weitergebe.

Ich bin gefragt worden, ob es mir in Pachacútec gefalle - eine schwierige Frage. Aber es geht gar nicht darum, ob es mir gefällt oder nicht. Es geht darum, die Situation der Menschen zu verstehen. Ich habe geantwortet, es habe mir außerordentlich viel bedeutet, Pachacútec, die Schule und seine Menschen kennengelernt zu haben (“a mi, me importó mucho conocerlo”).

Ich habe sehr nette Erinnerungen an die Menschen, die ich in Pachacútec kennengelernt habe.

 

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