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Erlebnisbericht

“Muttertag” für Lehrerinnen

Bei meinem zweiten Besuch war “Dia de la Maestra”, eine Art “Muttertag” für Lehrerinnen. Die Schüler der fünften und sechsten Klasse haben alles organisiert und übernehmen an diesem Tag für zwei Stunden die Rolle der Lehrkräfte. Die Kinder haben Ihren Klassenlehrerinnen Gedichte aufgesagt und Lieder gesungen sowie kleine Geschenke gemacht.

Das Verhältnis der “Miss”, wie die Erzieherinnen genannt werden, zu den Kindern ist sehr herzlich und unbefangen – eine Umarmung oder ein Streicheln über den Kopf sind Zeichen der Nähe zwischen Schüler und Lehrer. Ohne jedoch eine notwendige Strenge zu vermissen, sollten die Kleinen mal über die Stränge schlagen.

Aus dem Umgang spricht für mich eine innere, natürliche Motivation für die Erziehung und Anleitung der Kinder. Hier gibt es keinen Unterschied zu einer Grundschule in Deutschland, wie ich fand.

Die Klassen werden von insgesamt 11 Erzieherinnen betreut, wobei jede Klasse “ihre Klassenlehrerin” hat. Einige Erzieherinnen werden am Instituto Schiller-Goethe und am bundesrepublikanischen Colegio Humboldt berufsbegleitend ausgebildet. Die jungen Frauen sind Autodidakten, “Naturtalente” die von Manuela sorgfältig ausgewählt und ausgebildet werden.

Die Erzieherinnen, gemeinsam mit der erfahrenen Directora, stellen den Schulalltag sicher und organisieren den “akademischen” Betrieb selbst. Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert hier meines Erachtens bestens.

Manuela kümmert sich um die Finanzen sowie um die administrativen Belange (Ministerien, Oberschulamt) mit viel Umsicht und Erfahrung. Auch wenn “Sol Naciente” die in der peruanischen Verfassung vorgeschriebene Schulpflicht in Pachacútec erst ermöglicht, gilt es doch mit vielen Schwierigkeiten und Problemen fertig zu werden. Mit Ihrer langjährigen Erfahrung im peruanischen Behördensumpf des Bildungsministeriums oder der Stadtverwaltung hält sie der Schule den “Rücken” frei. Darüber hinaus verfügt sie über zahlreiche Kontakte zu Organisationen (z.b. einer Bäckerei der Adventistischen Kirche für die Versorgung mit günstigem Vollkornbrot) oder Firmen (z.b. Lufthansa für den Transport von Hilfsgütern).

 

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