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www.Pachacutec.de

Die Seiten der Küstenwüstenschule “Sol Naciente” in Pachacútec, Lima, Peru

Aktuell: Eine Zwischenbilanz!

Unser Jubiläum! -
20 Jahre Pädagogik für die Wüste

Liebe Wohltäter unserer Küsten-Wüsten-Schulen in Perú,

Wir vergessen Euch nicht, da wir täglich die Schulen vor Augen haben, die Ihr uns bezahlt habt: Yanapay habt Ihr 10 Jahre und Sol Naciente habt Ihr 3 Jahre unterstützt. Das sind insgesamt “13” Jahre tatkräftiger Hilfe - nicht nur beim Erstellen von Gebäuden, sondern bei der Ausbildung von Erzieherinnen, und auch beim Betrieb unserer jüngeren Werkstätten “Schneiderei”, “Friseurstudio” und “Bäckerei”.

Früher gab es die Speckstein- und Kärtchenproduktion und viele andere erfolgreiche Selbsthilfeprojekte und spontane Kindergärten. Es gab das Modell der Sonnenblume: jeden Donnerstag holten sich die Spontankindergärtnerinnen professionelle Hilfe im Yanapay-Haus ab. Es wurde eine Apotheke betrieben (untervermietet). Wir führten Sozialerhebungen durch und waren aktiv bei der staatlich bezahlten Elektrifzierung. Viele junge Erwachsene in der Siedlung grüßen Manuela als ihre ehemalige “Kindergartentante”.

Unsere Mütter und jungen Erwachsenen ziehen um, ziehen weg, neue kommen dazu, sie heiraten. Nichts ist beständig außer dem Wandel und dem Überleben. Wer wie die neuen Nachbarschulen der Staatskirche Geschenke austeilt, tut nur für einen Augenblick Gutes - wie derjenige, der einen Fisch schenkte, anstatt das Fischen zu lehren. In der Nähe locken inzwischen kirchliche und staatliche Schulen mit auf den ersten Blick unentgeltlichen Unterrichts-Angebot.

Ich möchte allen Mitgliedern des Vereins Ayúdame und allen privaten Förderern sagen, dass wir weiterhin am Ziel einer umfassenden, ganzheitlichen, praxisorientierten Schule festhalten, obwohl die Mittel fehlen. Wir stehen zur Zeit auf der Kippe, weil das Minimal-Schulgeld von 30-48 Cent = 1 Sol pro Kind pro Tag von den Schülereltern kaum aufgebracht wird. Und auch wenn wir es eintreiben, und es auf 50 Soles = 14,50 Euro pro Monat erhöhen, so reicht dieses “Schulgeld” doch hinten und vorne nicht zur Bezahlung unserer Erzieherinnen und Mitarbeiter (die Schulküche musste eingestellt werden, da sie nicht getragen werden kann). Natürlich geben wir auch soviel Kindern wie möglich Stipendien.

Die von Ayúdame finanzierten Gebäude von Yanapáy (unser erster, früherer Schulort) haben wir mit 500 Euros renoviert und gratis weitergegeben an die bestens bewährte Frau Ludmilla Becerra, Gründerin der erfolgreichen Bäckerei und Schule “Buen Pastor” (Guter Hirte). Yanapáy ist heute wieder in Hochform: Krabbelstube, Kindergarten, Vorschule und Grundschule. Und alle Schüler erhalten Frühstück und Mittagessen! Frau Ludmilla  ist per notarieller Urkunde nun unsere Rechtsvertreterin bei Behörden.

Jetzt kommt die vielleicht von Ihnen gefürchtete Bitte. Ja, wir bitten um Gehaltshilfe für drei Erzieherinnen, und zwar einer in Yanapáy und zwei in Pachacútec = Sol Naciente, das von Manuela wird. 200 Euro im Monat x 3 x 12 = 7.200 Euro. Zwei Lehrerinnen sind abgewandert, weil Schüler billigere Angebote suchen müssen.

Wir sind staatlich anerkannt, und unser Amtsstempel zeigt das Wappen des peruanischen Erziehungs- ministeriums. Wir waren hier die ersten an der Armutsfront bei den Randsiedlungs-Neugründungen in Richtung Ancón. Eigentlich ist die Schulidee, immer der sich verschiebenden Grenze zwischen Randsiedlungen im Noch-Niemandsland nachzuziehen - auch deshalb bauten wir unsere Schule aus Holz.

Wir grüßen Euch.

Manuela und Konrad

 

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