Castellano

Home
Aktuelles
Oktober 2006
April 2005
November 2004
Oktober 2004
Dezember 2003
Oktober 2003
August 2003
April 2003
Januar 2003
September 2002
Juni 2002
www.Pachacutec.de

Die Seiten der KĂŒstenwĂŒstenschule “Sol Naciente” in PachacĂștec, Lima, Peru

Aktuell: Eine Zwischenbilanz!

Unser JubilÀum! -
20 Jahre PĂ€dagogik fĂŒr die WĂŒste

Eine Sicht von Außen

Hier geben wir einen Auszug ĂŒber unsere Schulen und deren Entwicklung aus einem PerufĂŒhrer von Frau Ute Boewen wieder. Ute Boewen ist seit langen Jahren Helferin des Projekts und arbeitet als Reiseleiterin fĂŒr deutsche Reiseveranstalter in Peru.

Das PhĂ€nomen der frĂŒher illegalen Landnahme um die GroßstĂ€dte herum finden wir in Kairo, in Manila, in Sao Paulo und Rio de Janeiro („Favelas“) und in Lima. Die LandflĂŒchtigen wollen um jeden Preis mietfrei in der NĂ€he der glitzernden Hauptstadt wohnen, und nehmen in Kauf, dass vier Stecken im Boden und eine Plastikplane darĂŒber ihre erste Behausung ist. Es gibt keine Apotheke, keine Schule, kein Polizeirevier, keine Kapelle, wenn Tausende in einer Vollmondnacht ein StĂŒck WĂŒste besetzen. Die „Front“ dieser Randsiedlungen rĂŒckt schnell in neues Niemandsland vor, und in wenigen Jahren schon wird eine frĂŒhere Spontansiedlung zur Vorstadt, in der InternetcafĂ©s an noch ungepflasterten Strassen entstehen. Vor 20 Jahren hat die peruanische Frau eines Deutschen, der wiederum seine Inspiration von den Barfußschulen des Mahatma Gandhi bezogen hat, auf stadtfernen, menschenleeren DĂŒnen in den verstreuten Behausungen Kinder aufgespĂŒrt und denen getreulich Sonntagsschule gehalten. Daraus entstand eine nicht nur biblische Geschichten vermittelnde, sondern amtlich anerkannte Schule, die mehrere Male neu zu bauen war. Auch der nachrĂŒckende Staat hat ein GebĂ€ude abgerissen. Die BĂŒchersammlung haben Soldaten geplĂŒndert. Der „Finstere Pfad“ =Sendero hat sie zu seiner Hoch-Zeit, als er z.B. ein HilfsgĂŒterlager der Caritas in die Luft jagte und gefĂŒrchtet war, „genehmigt“. Junge Deutsche haben ihr viele Monate ihr Engagement geschenkt. Die Baukosten kamen von der deutschen Hilfsorganisation Ayudame e.V., unseren „Adoptiveltern“. Die peruanische Oberschicht beteiligt sich nicht am Schulwerk!

Als ihr auf das Überleben der Randsiedler orientierter Lehrplan angesichts vorstĂ€dtischen Komforts ĂŒberflĂŒssig wurde, hat Manuela, die GrĂŒnderin und Seele der Idee, die BĂ€nke und Wandtafeln genommen, und ist erneut aufgebrochen- an die Grenzlinie zwischen den Randsiedlern und der unberĂŒhrten WĂŒste (wo sich nicht „Fuchs und Has“, sondern „Pelikan und WĂŒstenfuchs“ Gutenacht sagen), und dort hat Manuela eine bildschöne Schule aus Holz aufgebaut, denn vielleicht wĂŒrde man zu einem erneuten Umzug „an die Front“ gezwungen, und HolzwĂ€nde lassen sich abmontieren . Die beiden alten steinernen SchulgebĂ€ude in der jetzigen Vorstadt ĂŒbernahm Frau Ludmila unter dem Namen El Sembrador (=der SĂ€mann), wĂ€hrend die frĂŒher erste Schule in der neuesten Randsiedlung PachacĂștec (Richtung AncĂłn) den aus dem Japanischen Yoshiyama ĂŒbersetzten Namen „Sol Naciente“ (=Aufgehende Sonne) trĂ€gt. Die GrĂŒnderin Manuela Castañeda de Borst kann aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht mehr tĂ€glich anwesend sein, spĂ€ter gekommene Schulen werben Schulkinder ab. Die schöne Holzschule bemĂŒht sich heute um eine qualitativ hochstehende Nische in der Schullandschaft von PachacĂștec, ihre SĂ€ulen sind hervorragende Schulspeisung, Kunsthandwerk, SonderpĂ€dagogik (großer Bedarf) und InglĂ©s (jeder will zumindest Good Morning sagen können).

Immer willkommen sind Besuche, z.B. von Soziologie-Studenten aus Deutschland usw., und meist engagiert sich eine auslĂ€ndische Lehrkraft an dieser KĂŒstenwĂŒstenschule in PerĂș.

 

Neue Seiten: [UnterstĂŒtzung] [Patenschaft] [Aktuelles] [PachcĂștec in Zahlen]

[Projekt] [Aktuelles] [Mitstreiter] [Praktikanten] [UnterstĂŒtzung] [Erlebnisbericht] [Peru Info] [Links] [Kontakt] [Impressum]