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www.Pachacutec.de

Die Seiten der Küstenwüstenschule “Sol Naciente” in Pachacútec, Lima, Peru

Aktuell: Eine Zwischenbilanz!

Unser Jubiläum! -
20 Jahre Pädagogik für die Wüste

Gute Schulbildung mit persönlichem Einsatz setzt sich durch - auch in Pachacútec

Der Begriff “Selbstbefähigung” (=Empowerment) beschreibt den Stil unserer nun weitgehend selbstlaufenden Küstenwüsten-Schule “Aufgehende Sonne” (=Sol Naciente), Stadtteil Yoshiyama, in Pachacútec/Ventanilla, Callao 6, bei Lima, Peru.

Die Schulbildung trägt sich nun selbst! Die Erzieherinnen, die von der Nachfrage nach Ihrer Unterrichts-Leistung bezahlt werden, unterrichten einfallsreich, und die Eltern der 200 Kinder sind meistens bereit, das trotz ihrer Armut auch zu bezahlen. Es gibt nämlich jetzt einen Kilometer weiter eine Schule der Staatsreligion, die zwar nicht so gut, aber gratis unterrichtet. Unser Schulgeld von 1 Kind/1 Tag/1 Sol ernährt unsere 13 Erwachsenen zu 90% (einschließlich der unverzichtbaren Köchin), obwohl es Stipendien an allzu arme Familien gibt.

Ich habe allerdings die Bitte, daß man uns die täglichen 200 Portionen der Schulspeisung schenkt. Die einheimischen Qualitätsnahrungsmittel samt Zubereitung kosten im Monat US$ 1.300, und da möge Ihr “Scherflein” mit z.B. schon 5€ einspringen, um das ich jetzt wieder bitte. Schulspeisung ist sehr wichtig, weil wir der üblichen Ernährung von Bohnen, Reis und “Inca Cola” drei wichtige Vitaminträger hinzufügen: den trotz Küstenstandort unbekannten Fisch sowie Obst und Gemüse.

Die Schule der Staatsreligion verlangt als Eingangsvoraussetzung die Urkunde über die kirchliche Hochzeit der Eltern und den Taufschein. Wir aber sind laizistisch, wenn auch die Erzieherinnen verschieden ausgeprägt und meist evangelikal sind.

Staats-Erzieherinnen werden aus anderen Stadtteilen “importiert” und bleiben bei Verkehrsstreiks weg: der Unterricht fällt dann aus. Unsere Spontan-Erzieherinnen aber sind örtlich gebunden und haben ein Interesse am eigenen guten “Schülchen”. Die Staats-Erzieherinnen werden oft ersetzt und selten fördert sie die Schulleitung - unsere “Misses” aber bringen “Diplomas” von Fortbildungen nachhause. Trotz Konflikten und allzumenschlichen Schwächen  bleiben wir eine Gruppe - in der staatlichen Schule zieht “Aufmucken” gleich die Entlassung nach sich.

Die Escuela Parroquial zahlt einen Teil ihres Gehalts in Form von US-Konserven, wie das Diputat aus der Zeit der Großgüter, wir dagegen gehen mitsamt den Erzieherinnen auf den Großmarkt von Puente Piedra, in einer Tagesunternehmung, und kaufen säckeweise günstige, jedoch naturbelassene Lebensmittel ein. Das wird dann nachvollziehbar für jeden Randsiedler.

Nach dem jahrelangen, kräftezehrenden Einsatz hier vor Ort, macht sich Erschöpfung bei mir bemerkbar. Da die Schule nun gut läuft, habe ich mich auch deshalb selbst in den “Ruhestand” versetzt und die akademische Leitung abgegeben. Ich erledige vor allem noch die Behörden-Rennereien, die ausser mir niemand beherrscht.

Was wir nun noch bräuchten, wären zwei Erzieherinnengehälter. Das sind 15 x 150 x 2 = 4.500 € im Jahr. Ansonsten haben wir die liebe Finanzierung durch Ayudame e.V. derart positiv “in den Wüstensand gesetzt”, daß wir uns ausser der Schulspeisunggut selbst erhalten können.

Manuela Castañeda de Borst, Ventanilla im Juni 2002

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